20th Nov2013

Ein Abend mit Stephen King

by miriampharo01
Stephen King im Circus Krone 2013 © Miriam Pharo

Stephen King im Circus Krone 2013 © Miriam Pharo

Wie mag der Mensch hinter dem Schriftsteller gestrickt sein, der seine Figuren überfährt, verbrennt, zerhackt, aussaugt, zerfleischt, ersticht oder in den Wahnsinn treibt? (mehr …)

14th Aug2013

Von Gütersloh nach New Orleans

by miriampharo01
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The Sazerac Swingers © Max Oestersötebier

„Es gibt nichts Besseres als gute Musik und Barbecue.“

Sänger und Gitarrist Max “Guitar Love Christian“ spricht über Jazz,  New Orleans und über einen echt morbiden Deckenhänger. (mehr …)

28th Jul2013

Ist das Rätsel des Voynich-Manuskripts gelöst?

by miriampharo01
© General Collection, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University

© General Collection, Beinecke Rare Book and Manuscript Library, Yale University

Seit Jahrhunderten scheitern Forscher am Voynich-Manuskript aus dem Mittelalter. Keiner kann es entziffern. Niemand kennt die Sprache. Doch jetzt gibt es neue Erkenntnisse! (mehr …)

04th Jul2013

Interview mit Ingolf Lück und Dierk Gewesen

by miriampharo01

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„Ich bin verdammt gut im Bett … sogar alleine.“

Mein Herz schlägt für die Hamburger Bullen von morgen. An erster Stelle steht natürlich Elias Kosloff – wer will mir das verdenken? – doch knapp dahinter kommt Kommissar Dierk Gewesen, seineszeichen Chef der Abteilung zur holistischen Durchleuchtung extrem seltsamer Delikte, einer Sondereinheit der Polizei Hamburg. Der knallharte Bulle mit den Starsky and Hutch-Allüren (samt Koteletten und Dodge Challenger) gibt sich nicht mit Pille Palle wie Mord oder Hehlerei ab. Damit er morgens aufsteht, muss es schon ein durchgeknallter Superschurke sein, der mitten in Hamburg ein Loch durch die Erde buddeln will!

Ihr ahnt es schon: Dierk Gewesen ist der Held eines Romans, genau gesagt einer Romanreihe. Wie meine Hanseapolis-Romane spielen die Geschichten im Hamburg der Zukunft. Klar, dass mich das Thema interessiert.

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„Dierk Gewesen und die Glorreichen Sechs“ lautet der erste Band der Reihe, den ich bereits gelesen und für sehr unterhaltsam befunden habe. Auch wenn Dierk Gewesen der totale Macho ist. Und diese Sprüche … Typisch Seventies Style! Letzten Freitag fand in der Alten Kantine in Berlin ein Live-Hörspiel von „Dierk Gewesen und die Glorreichen Sechs“ statt. Rund 150 Leute waren gekommen, um Ingolf Lück in der Hauptrolle zu erleben. Mit auf der Bühne waren bekannte Schauspieler und Hörbuchsprecher wie Katrin Fröhlich, Oliver Rohrbeck und Rainer Fritzsche. Autor Christian Gailus war begeistert: „Es war ein sehr netter Abend, tolle Sprecher und ein enthusiastisches Publikum. Hat wirklich Spaß gemacht!“ Ich wollte mehr wissen und bat Ingolf und Dierk um ein kleines Interview. Schön übrigens, wie elegant beide das Thema „Mutter“ umschifft haben …

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Lisa Laux (c) Lauscherlounge

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Lisa Laux (c) Lauscherlounge

 

 

Ingolf Lück mimt den großmäuligen Bullen mit Hang zu filmreifen Auftritten. Wie ist es dazu gekommen?

Ingolf: Die Lauscherlouge hat das Potential dieses – wie es im offiziellen Anschreiben hieß – „Jahrhundertwerkes der anspruchsvollen Unterhaltung (…) da wo I und U zu immerwährender Symbiose verschmelzen“ erkannt und suchte nach einem adäquaten Darsteller.

Dierk: Die haben mich gefragt, ob ich ´ne Idee hätte, wer mich spielen kann. Da hab ich gesagt, da kommt nur einer in Frage.

Ingolf: Bruce Willis hatte keine Zeit, aber ich hab sofort zugesagt.

 

Ein Live-Hörspiel ist so etwas wie eine Mischung aus Lesung und Theaterstück. Wie bereitet man sich auf einen solchen Auftritt vor?

Ingolf: Indem man das Buch auswendig lernt natürlich. Sind ja nur 320 Seiten. Wie konnte ich ahnen, dass die Kollegen allesamt ablesen!

Dierk: Also ich hab mich überhaupt nicht vorbereitet. Und geschadet hat´s auch nicht. Allerdings musste ich auch gar nicht auf die Bühne – was mich dann doch irgendwie gewundert hat. Aber meine Ma hat schon früher immer gesagt: Auf Künstlerpack kannste dich nich verlassen.

 

Ist da noch Platz für Improvisation?

Ingolf: Nein, Platz ist eigentlich absolut keiner!

Dierk: Außerdem hätte ich solche Sauereien nicht durchgehen lassen – war schließlich früher bei der Sitte.

Ingolf: Nur hat sich niemand an die Abmachung gehalten. Weder Cameron Diaz noch Ben Stiller oder George Clooney – und schon gar nicht ihre deutschen Stimmen.

Dierk: War schon verdammt eng alles, in der Alten Kantine. Und als dann auch noch Publikum reinwollte … Junge, junge.

 

Hand aufs Herz: Was ist Dierks Erfolgsgeheimnis bei Frauen? Seine Koteletten, seine coolen Sprüche oder die dicke Knarre?

Ingolf: Keine Ahnung.

Dierk: Nun komm schon, Ingolf. Sags ihr!

Ingolf: Ich kann nur von mir ausgehen, und ich bin verdammt gut im Bett … sogar alleine.

Dierk: Ich war auch mal alleine im Bett. War echt öde. Hab den ganzen Abend Erdnüsse geknabbert und den Goldfischen beim Balzen zugesehen. War seitdem nie wieder da. Hab gehört, mittlerweile hätten die den Laden dicht gemacht. Ich mein, wer nennt seine Kneipe auch schon im Bett?

 

Ihr beide seid harte Burschen: Ingolf, du hast bei dem Stück „Traumfrau Mutter“ zweimal Regie geführt. Dierk, du widmest deine Abenteuer deiner „Mami“. Was sollen wir davon halten?

Ingolf: Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Dierk: Mami ist die Abkürzung für Maximal-Miniaturen – eine Erfindung des Tüftlers Heiko Yashahashish. Es geht um die Konstruktion größtmöglicher Abhörgeräte auf Basis eines einzelnen Atoms. Das Problem bei Atomen ist ja: sie sind sauklein. Und als Abhörgeräte kaum zu handlen. Yashahashish hat eine Methode gefunden, Atome auf Fußballgröße aufzublähen. So lassen sich die Dinger prima in einem Einkaufsnetz transportieren. Auch das Verstecken ist easy, zum Beispiel im Kühlschrank oder unterm Teppich.

 

Dürfen wir uns auf weitere gemeinsame Projekte von euch freuen?

Ingolf: Alles, was dem Kampf gegen die Langweile dient, ist uns recht! Notfalls sogar ein weiteres gemeinsames Projekt.

Dierk: Unser nächstes Projekt hat nur insofern was mit Langeweile zu tun, als es auf Langerooge stattfinden soll. So ´ne Art Rekordversuch im Langsamlesen. Fürs Guinnessbuch. Ingolf will versuchen, mein Buch so langsam vorzulesen, dass es länger dauert als eine Lesung der Bibel durch Dieter Thomas Heck. Und ich soll dazu irgend ´ne Tanzperformance oder so machen. Aber alles steht und fällt mit der Manipulierbarkeit der Erdgravitation. Denn das Projekt soll auf jeden Fall am Strand stattfinden, und da wir nicht nass werden wollen, müssen für den Zeitraum der Veranstaltung Ebbe und Flut aufgehoben werden. Knifflig.

 

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für dieses kleine Interview genommen habt. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg bei eurem Kampf gegen die Langeweile!

Ingolf: Ich danke auch :-)

Dierk: Ich denke nicht.

 

Ingolf Lück

Dierk Gewesen

Autor Christian Gailus

Lauscherlounge

 

Hier geht’s zum Interview mit Tommy Krappweis – Grimme-Preisträger und Erfinder von Bernd das Brot.

 

 

 

 

 

02nd Mai2013

Yo Man! Rappen für die Wissenschaft

by miriampharo01

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Jon Chase: Porträt und Exklusivinterview –

Dass Rap auch andere Themen behandeln kann als soziale oder politische Missstände, beweist der britische Science Rapper Jon Chase. (mehr …)

09th Apr2013

Interview mit Andreas Eschbach

by miriampharo01
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Foto © 2011 Marianne Eschbach

„Ich werte mein Buch als Erfolg, wenn …“

Auf den Mainstream pfeifen, vielschichtige Science-Fiction verfassen und dabei erfolgreich sein: Andreas Eschbach ist dieses Meisterstück gelungen. (mehr …)

28th Mrz2013

Fear gewinnt

by miriampharo01

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Das 20. Jahrhundert ein Jahrhundert der Angst?

Zwei Weltkriege, Hungersnöte, Genozide, der Kalte Krieg … War das 20. Jahrhundert ein Jahrhundert der Angst? Glaubt man britischen Linguisten der University of Bristol, sieht es ganz danach aus. Die Forscher haben englischsprachige Literatur des letzten Jahrhunderts analysiert und festgestellt, dass die Häufigkeit von Vokabeln, die Freude oder Wut transportieren, in diesem Zeitraum abgenommen haben. Ein Gefühlszustand allerdings bildet die Ausnahme:  Angst. Ausgerechnet! „Studien zur Wortverwendung in Texten können einen Zugang zu den alltäglichen Einstellungen der Masse bieten, den die etablierte Geschichts- und Politikwissenschaft übersehen können“, sagt Alberto Acerbi von der University of Bristol. Bei ihren Forschungen konzentrierten sich Acerbi und sein Team auf sechs verschiedene Stimmungskategorien: Wut, Abneigung, Angst, Freude, Überraschung, Traurigkeit.

Forschungsobjekte: mehr als fünf Millionen digital gescannte Bücher

Um eine repräsentative Menge an amerikanischer und britischer Literatur der vergangenen 100 Jahre filtern zu können, nutzten die Wissenschaftler den Ngram-Datensatz von Google. Diese Datenbank aus mehr als fünf Millionen digital gescannten Büchern stellt rund vier Prozent sämtlicher Werke aus mehreren Jahrhunderten dar. Was nicht wirklich überrascht: Die Häufigkeit emotional positiv oder negativ belegter Begriffe lässt sich an äußeren Gegebenheiten messen. So wurden in den Zwanziger und Sechziger Jahren Wörter der Freude häufiger verwendet, während Traurigkeit gerade zur Zeit des Zweiten Weltkriegs häufiger vorkam. Verblüffender hingegen ist, dass Gefühlswörter, die Angst beschreiben, seit den Siebziger Jahren wieder ansteigen – und zwar bis ins 21. Jahrhundert hinein. Die Frage ist, warum ist das so? In einer Zeit, in der Sicherheit eine immer größere Rolle spielt. Werden wir immer neurotischer? Rührt daher unsere Zukunftsangst? Auch wenn sich die Forscher nur die englischsprachige Literatur angesehen haben, könnte ich mir vorstellen, dass es auch in der deutschen Literatur und damit in der deutschen Gesellschaft ähnliche Tendenzen gibt. Es wäre interessant, mehr darüber zu erfahren. Hand hoch, wer Zeit und Lust hat, Millionen deutschsprachiger Bücher zu analysieren!

Quellen:
“The Expression of Emotions in 20th Century Books“, Alberto Acerbi et al.; Plos One, DOI: 10.1371/journal.pone.0059030

Das Buch als Spiegel unserer Zeit, Wissenschaft aktuell

 

 

 

 

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